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"Abgesprungen ist noch keiner" "Vergrößern sie dieses Bild in einem Massstab von 1:10 als Vorskizze unter Anfertigung einer Pause. Malen Sie -ebenfalls 1:10 - den markierten Ausschnitt." Rauchende Köpfe in den Malsälen. Bundesweit erstmals wurden in diesen Tagen in der Kurstadt Auszubildenden im Beruf des Bühnenmalers und -plastikers zwischengeprüft. Denn bis dato gab es in diesem Berufszweig allenfalls sogenannte paritätische Prüfungen, was bedeutet, sie waren nicht staatlich anerkannt. Mit Beginn des Schul- und Ausbildungsjahres 2000/01 hat sich das grundlegend geändert. Nun zieht die IHK Karlsruhe die Fäden, in Zusammenarbeit mit der Gewerbeschule und verschiedenen deutschen Bühnen. In Baden-Württemberg gibt es gegenwärtig nur zwei Betriebe, die die praktische Ausbildung anbieten: der SWR und das Badische Staatstheater. Dort sind es in erster Linie die Leiter der Mal- und Werkstätten, die sich den Lehrlingen annehmen. Auch die Auswahl der Schulen ist aufgrund des Anspruchs sehr gering. Die offene Landesklasse der Baden-Badener Gewerbeschule bildet derzeit bundesweit rund 80 Prozent aller Bühnenbildner und -plastiker aus. Die verbleibenden 20 Prozent verteilen sich auf die Schulen in München, Essen und Berlin. Im Regelfall dauert die Ausbildung drei Jahre, wobei zwischen den Fachrichtungen Malerei und Plastik gewählt werden kann. Dass die Schüler entsprechende Kreativität und Begabung mitbringen müssen ist Grundvoraussetzung. Dann stellt sich die Freude am Arbeiten von selbst ein, auch in der Theorie. Und abgesprungen ist noch keiner der Schüler, so Bernd Krause, Fachlehrer für den Werkstattunterricht. Weitere Informationen erteilt die Gewerbeschule Baden-Baden, Telefon 93 19 46. © BNN 8.3.2002 Zurück zum Archiv |
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