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Der "Nachdenker" denkt an den
Nachwuchs
Der Pianist Alfred Brendel (77) ist Träger des
Herbert von Karajan Musikpreises 2008. Im Rahmen
eines Gala-Konzertes erhielt der Künstler am
Samstagabend (6. Dezember 2008) im Festspielhaus
Baden-Baden die Auszeichnung. Der mit 50.000 Euro
dotierte Preis wird jährlich vom Kuratorium
der privaten Kulturstiftung Festspielhaus
Baden-Baden vergeben. Das Preisgeld (gestiftet von
der Karajan-Familienstiftung) ist zweckgebunden
für die muskalische Nachwuchsarbeit. Alfred
Brendel wird das Geld seiner Stiftung, dem "Alfred
Brendel Young Musician's Piano Trust" zugute kommen
lassen. Der "Piano Trust" stellt jungen,
hoffnungsvollen Pianisten für die Dauer von
zwei Jahren einen Konzertflügel zur
Verfügung - zur Vertiefung ihrer Studien und
zur Beschäftigung mit der Kunst des
Intonierens eines Flügels unter Anleitung
renommierter Klaviertechniker. Die jungen Pianisten
sollen in dieser Zeit die Möglichkeit haben,
an einem hochwertigen Flügel zu studieren und
bekommen nach Ablauf der zwei Jahre den Flügel
zu guten Konditionen zum Kauf angeboten, um die
Arbeit an ein- und demselben Flügel fortsetzen
zu können.
Der Herbert von Karajan Musikpreis wurde von
Baden-Württembergs Ministerpräsident
Günther H. Oettinger überreicht. In
seiner Laudatio ging der Schriftsteller in
Brendel-Freund Peter Hamm ausführlich auf die
Lebensleistung Brendels ein. Er erinnerte daran,
dass es einmal eine Initiative gegeben habe, in den
Wörterbüchern das Wort "nachdenken" durch
das Wort "brendeln" ersetzen zu lassen.
Alfred Brendel selbst nannte die Auszeichnung in
Baden-Baden eine "unerwartete Freude". Er sei von
vielen Dirigaten Herbert von Karajans in Wien tief
geprägt worden.
Im Anschluss an die ausverkaufte Gala im
Festspielhaus Baden-Baden feierten die
Ehrengäste noch im kleinen Kreise weiter.
Unter anderem waren die Schauspielerin Sunnyi
Melles, Fernseh-Moderator Frank Elstner und die
Schauspielerin und Ärztin Dr. Marianne Koch
unter den Gästen. Im Konzert zuvor hatte das
SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
unter der Leitung von Hans Zender Alfred Brendel
begleitet. (PR)
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Brendel
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