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Günther Juergens - der Baden-Baden Maler

 


Alfred Brendel erhält am 6. Dezember 2008 den Herbert von Karajan Musikpreis

Alfred Brendel hatte es nie nötig, sein Publikum mit klavieristischen Kabinettstückchen zu blenden. Vielmehr verstand er es, der seit den fünfziger Jahren zu den Konstanten des internationalen Konzertbetriebs gehört, seine Zuhörer mit Demut und interpretatorischer Tiefe zu berühren, ohne, dabei ganz „Klassiker", in musikalische Extreme zu verfallen. Brendels Haydn-, Mozart- und Beethoven-Auslegungen gelten als das Nonplusultra aller Pianistendinge. Sein klares, gefasstes und heiter-warmes Spiel, das auch bei Schumann, Schubert, Liszt oder auch Schönberg fasziniert, hat vielen seiner Anhänger das Schaffen mancher Komponisten erst richtig nahe gebracht. Im Alter von fast 78 Jahren wird Alfred Brendel, der sich in den letzten Jahren mit einigen Gedichtbänden zudem als feinsinnig (schwarz)humoriger Miniaturist erwiesen hat, am 18. Dezember 2008 in Wien seine öffentliche Karriere unwiderruflich beenden. Kurz zuvor wird der Meisterpianist im Rahmen eines Festkonzertes im Baden-Badener Festspielhaus mit dem Herbert von Karajan Musikpreis ausgezeichnet werden. Auf dem Konzertprogramm steht das am 24. März 1786 vollendete Klavierkonzert c-moll KV 491 von Mozart, das nicht ohne Grund als eines seiner bedeutendsten Klavierkonzerte bezeichnet worden ist. (Laut der Überlieferung des Londoner Komponisten, Pianisten und Musikverlegers Johann Baptist Cramer soll Ludwig van Beethoven bei einer Aufführung dieses Werkes ausgerufen haben: „Cramer! Wir werden niemals im Stande sein, etwas Ähnliches zu machen!") Hierbei hat Brendel mit Hans Zender, der das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg leiten wird, einen idealen Partner gefunden - zählt Zender als Dirigent, Hochschullehrer und Verfasser zahlreicher musikästhetischer und -philosophischer Schriften zu den profiliertesten Repräsentanten des gegenwärtigen Musikbetriebs. Ergänzt wird das Mozart-Konzert durch Felix Mendelssohns im Sommer 1828 komponierte Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt" sowie durch Franz Schuberts Vierte Sinfonie („Tragische"), deren typische Lamento-Figuren als charakteristisches Mittel eingesetzt werden, um satzinterne Spannungen aufzubauen und wieder zu lösen (etwa im ersten Satz, in dem das auf die langsame Einleitung folgende Allegro wie eine Befreiung wirkt). Weiter>>

Mehr über Alfred Brendel


10 Jahre Festspielhaus Baden-Baden

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN

ALFRED BRENDEL
HERBERT VON KARAJAN MUSIKPREIS 2008

SAMSTAG, 6. DEZEMBER 2008, 19 UHR

Alfred Brendel Klavier
Hans Zender Dirigent
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

Felix Mendelssohn Bartholdy
Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt" D-Dur Op. 27

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert c-Moll KV 491

Franz Schubert
Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417

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