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Baden-Baden
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Restaurantschiff "Baden-Baden" sank

Ursache noch unklar

Das Restaurantschiff "Baden-Baden" ist am Montag (29. September 2003) auf Grund gelaufen. Gegen 11.40 Uhr waren Polizei und Feuerwehr von Passanten alarmiert worden. "Sie hatten beobachtet, wie das Schiff langsam unterging", sagte ein Beamter. Das Schiff, auf dem sich nach Angaben der Polizei zuletzt am Sonntag Gäste amüsiert hatten, liegt vertäut unter der Nordhafenbrücke am Spandauer Schifffahrtskanal in Mitte. Der Rumpf ist Leck geschlagen. Die Ursache kennt die Polizei bislang noch nicht. Menschen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr legte vorsorglich eine Ölsperre um das schwimmende Restaurant. Öl und Treibstoff sowie andere schädliche Substanzen sind bisher nicht ausgelaufen, teilte die Feuerwehr mit. Dennoch sei erheblicher Sachschaden entstanden. Für die Bergung des Schiffes ist jetzt der Betreiber zuständig.
© Berliner Zeitung




"Baden-Baden" geht baden

Das im Nordhafen in Tiergarten vor Anker liegende Restaurantschiff "Baden-Baden" ist gestern (29. September 2003) auf Grund gelaufen. Die Besatzung eines Patrouillenbootes der Wasserschutzpolizei hatte gegen Mittag bemerkt, dass der offenbar leckgeschlagene Kahn mit dem Heck voraus langsam sank. Da die Beamten das Auslaufen von Schadstoffen befürchteten, alarmierten sie die Feuerwehr, die sofort eine Ölsperre um das Schiff legte. Die Feuerwehr konnte jedoch nicht verhindern, dass das Heck langsam sank. Die "Baden-Baden" war früher als Fahrgastschiff unterwegs. Nach ihrer Ausmusterung wurde sie von ihrem jetzigen Besitzer erworben und zum Restaurantschiff umgebaut. Die Ursache für das Leck konnte noch nicht ermittelt werden. Menschen kamen bei der Havarie nicht zu Schaden.
© Berliner Morgenpost



Vor dem Untergang?

Ha, das ist doch zu erwarten gewesen:
Kaum sinkt die "MS Baden-Baden" so ein bisschen, schon darf die Stadt auf Häme rechnen. Ja, gut, auch der BT-Lokalredaktion ist die Havarie des 73 Jahre alten Ex-Touristen-Kutters eine Meldung samt prächtigem Foto wert gewesen. Schließlich hat ein Mann, der fast zwei Jahrzehnte in Baden-Baden lebte, dem heute leider gar nicht mehr prächtigen Restaurant-Schiff im Nordhafen von Berlin seinen Namen gegeben. Und es kommt ja nicht alle Tage vor, dass ein "Botschafter" der Stadt in Schieflage gerät. - Heck voraus, besser: Heck hinab.

Tja, auch die Berliner Morgenpost hat's - natürlich - bemerkt. Uberschrift: "Baden-Baden" geht baden. Respekt, Kollegen! Das gefällt uns doch. Nur mit dem ersten Satz der Meldung haben wir denn doch ein nicht ganz unbedeutendes Problem: "Das im Nordhafen in Tiergarten vor Anker liegende Restaurant-Schiff Baden-Baden ist gestern auf Grund gelaufen." Wie, bitte, kann ein fest verankertes Schiff "auf Grund laufen"? Es fuhr und fährt doch schon längst nicht mehr, es lag und liegt einfach so da, dümpelt quasi vor sich hin. Jetzt am Heck ein wenig tiefer, gut, aber gelaufen? Auf Grund? Uns jedenfalls bleibt nur zu wünschen, das Leck möge baldigst abgedichtet werden. Andernfalls dichten die Kollegen wohl erneut: "Baden-Baden versunken." Und das stünde dann nicht nur in der Morgenpost, wetten?

Patrick Fritsch (Badisches Tagblatt, 1.10.2003)


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