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21.11.2009 bis
14.3.2010
30 Jahre Skulptur
in der Staatlichen Kunsthalle
Baden-Baden
Die Ausstellung Baselitz. Eine Retrospektive in der
Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und im
Museum Frieder
Burda gibt vom 21.
November 2009 bis zum 14. März 2010 einen
umfassenden Einblick in das Schaffen von Georg
Baselitz. Die große Werkschau an zwei
benachbarten Schauplätzen zeigt in der
Staatlichen Kunsthalle 30 Jahre Skulptur und im
Museum Frieder Burda 50 Jahre Malerei von Georg
Baselitz. Insgesamt umfasst die Ausstellung rund
140 Kunstwerke. Kuratoren sind Karola Kraus
(Staatliche Kunsthalle Baden-Baden) und Götz
Adriani (Museum Frieder Burda).
Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden zeigt mit 30
Jahre Skulptur das bildhauerische Werk des
Künstlers von der ersten Arbeit Modell
für eine Skulptur (1979) bis zu der neuesten
Skulptur Volk Ding Zero (2009), die in Baden-Baden
erstmals vorgestellt wird. In jedem der neun
Oberlichtsäle werden Skulpturen aus neun
wichtigen Schaffensphasen von Baselitz gezeigt.
Punktuell werden diese zusammen mit Bildern
präsentiert, die das gleiche Sujet wie die
Skulpturen bearbeiten. Denn in vergleichbarer Weise
wie der Maler Baselitz in seinen Gemälden dem
Malakt und damit konsequenterweise den einzelnen
Pinselzügen eine größtmögliche
Freiheit einräumt, so behandelt der Bildhauer
Baselitz das Holz mit Kettensäge, Beil und
Stecheisen. Die schroffen Linien vermitteln eine
rigorose Willensentscheidung, die sich absichtlich
über den rohen Kraftakt manifestiert. Von ihm
ist die jeweilige Figuration abhängig und
erhält ihr unverwechselbares Erscheinungsbild.
Auch in der Skulptur, der sich Baselitz erstmals
1979 widmet, strebt er gegen Harmonie und
Symmetrie. Die lebhafte Sprachkraft der
bildnerischen Mittel ist, so der Künstler, im
Medium Skulptur viel direkter lesbar und viel
weniger verschlüsselt als in der Malerei.
Dabei geht es Baselitz, der sich in seinen
frühen Skulpturen zunächst mit dem Sujet
der Figur auseinandersetzt, jedoch nicht um eine
konkrete Person, sondern um das Abbild als
Träger seiner künstlerischen Ideen.
Vorwiegend mit Aggression bearbeitet Baselitz
Ahorn, Lindenholz, Rotbuche oder Zedernholz. Die
entgegen aller handwerklich künstlerischen
Eleganz gesägten, geschnitzten und gestochenen
Skulpturen wirken oft wie "Figuren voller Wunden".
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