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Baden-Baden
Kultur

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"baden gehen"

4. September bis 23. Oktober 2005, Ausstellung im Alten Dampfbad, Marktplatz 13

Frauke Boggasch, Christian Faul, Elke Haarer, Gerhard Mayer, Andreas Oehlert

Unter dem Motto "baden gehen" werden fünf KünstlerInnen aus dem Umkreis von Rolf Gunter Dienst und der Kunstakademie Nürnberg neuere Arbeiten vorstellen. Es handelt sich dabei um keine Künstlergruppe, die ein gemeinsames Ziel verfolgt, sondern um 5 Einzelpositionen, die versuchen werden, ihre Arbeiten zu einem spannenden Gesamten in den Räumen der Gesellschaft zu präsentieren.

Ob mit Malerei oder Installation, bei Frauke Boggasch wird erzählt. Die Geschichten, gehalten in cremiger Farbmasse. Ein Mitteleuropäischer Blick sieht unter anderem hinein in eine fernöstliche Nische, voll mit Zeichen und Figuren der Postpopromantik. Bildsprache einer globalen Jugendkultur mit traditionellen Materialien zum Leben erweckt. Auch bei Elke Haarer geht es um Malerei, aber mit allen nur erdenklichen zeitgenössischen Materialien und Techniken. Der jeweilige Ort ist von entscheidender Bedeutung. Er ist meist Inhalt und Anlass. Die Ebene der Zitate und Metaphern greift auf vieles zurück, was Schönheit schlechthin bedeutet, auch im malereigeschichtlichen Kontext. Für Christian Faul ist Schönheit ist Inhalt und Ausgangspunkt, hin zu subtilen Ebenen. Traditionelles Material lässt die klassische Membran der Trennung von Realraum und Geistesraum mit perfekten Illusionen entstehen. Die Träger hingegen sind oft heutige Materialien wie Plexiglas, die durch Form und Transparenz die dargestellte Flora zu entrücken im Stande sind. Schwarze Tusche wird bei Gerhard Mayer wie bei einer technischen Zeichnung mit Ellipsenschablone an die Wand gebracht. Eine Liste von Regeln, macht den Raum zum Spielfeld. In der entstehenden Illusion wird metaphorisch vieles angedeutet, was in ein dynamisches System eingebunden wird. Zwischen Freihand und Computerzeichnung wird die Wand gedehnt. Materialisiertes Gefühl begegnet dem Rezipienten in den Arneiten von Andreas Oehlert. Nicht nur in den Objekthaften Installationen, sondern auch im Aquarell. Metaphernreich assoziativ werden Stofflichkeiten zu Bedeutungsträgern und Vorgänge zu bühnenhaften Fragmenten des Lebens. Die Erfahrung des Alltäglichen wird federleicht wie das verwendete Material. Fünf autonome und nicht zu verwechselnde Werkcharaktere, aber jeder knüpft an jeden anderen an. Somit entsteht ein multiples Netzwerk mit gemeinsamer Struktur aber unabhängigen Mythen. (Gerhard Mayer)

Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag
von 15 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 13 Uhr und Sonntag 11 bis 17 Uhr.



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