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Premiere 1.10.2009
ANTIGONE
von Sophokles
Sie ist eine der stärksten Frauenfiguren der
Weltliteratur: Antigone kämpft mit dem Einsatz
ihres Lebens für die Bestattung ihres Bruders.
Im Kampf um die Stadt Theben fielen Antigones und
Ismenes Brüder Eteokles und Polyneikes. Der
neue Herrscher Kreon hat ein feierliches
Begräbnis für Eteokles, den Verteidiger
der Stadt, angeordnet. Polyneikes hingegen, der
Angreifer, darf weder beweint noch begraben werden.
Antigone und Ismene geraten in Streit über die
Bestattung ihres Bruders: inwieweit muss man sich
den Geboten Kreons beugen - denn die Beerdigung der
Toten gebietet ein göttliches Gesetz. Es ist
ein Konflikt zwischen göttlichem Willen und
menschlicher Willkür. Antigone hinterfragt die
Staatsräson und stellt sie den Rechten und
Pflichten des Individuums gegenüber. Selbst
ihre Liebe zu Haimon, Kreons Sohn, kann an ihrer
Überzeugung nichts ändern.
Sophokles' Trägodie ANTIGONE entstand ca. 440
v. Chr. Die Auseinandersetzung mit Wertesystemen
und die Gegenüberstellung von Tagespolitik,
Familie und Glauben machten ANTIGONE zu dem
meistgespielten antiken Drama der Neuzeit und zum
Ausgangspunkt für vielfältige Adaptionen
und Bearbeitungen.
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