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Nach der neuen regionalisierten Bevölkerungsvorausrechnung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wird der Stadtkreis Baden-Baden mit 49,1 Jahren auch 2025 weiterhin der Kreis mit der ältesten Bevölkerung bleiben.

Alt Baden-Baden

Der jüngste Kreis wird mit 44,5 Jahren dagegen Ulm sein. Kreise, deren Bevölkerung hinsichtlich des Alters bereits heute über dem Schnitt liegt, werden einen langsameren Verlauf der Alterung erleben. Dies trifft auf die meisten Stadtkreise zu. Insbesondere Stuttgart zeigt hier eine interessante Entwicklung: derzeit mit durchschnittlichen 42,2 Jahre einer der älteren Kreise wird er 2025 nach Ulm der zweitjüngste Kreis sein.

Noch deutlicher wird der demografische Wandel bei der Betrachtung einzelner ausgewählter Altersgruppen. So nimmt die Zahl der Kinder im Kindergartenalter (3 bis einschließlich 5 Jährige) bis 2025 landesweit um rund 14 Prozent ab und fällt von 313000 auf knapp 269000 Personen. Am stärksten wird der Rückgang mit jeweils knapp 19 Prozent in den Landkreisen Reutlingen (von 8 400 auf 6 900) und Tübingen (von 6 500 auf 5 300) ausfallen. Die geringsten Rückgänge werden für die Stadtkreise Baden-Baden, Ulm und Karlsruhe erwartet.

Deutlich gravierender wird jedoch der Rückgang bei den Jugendlichen zwischen 10 bis einschließlich 17 Jahren sein. Ist heute jeder elfte Mitbürger im Land in diesem Alter wird es 2025 voraussichtlich nur noch jeder 14.

Ganz anders stellt sich die Entwicklung bei den 60jährigen und Älteren dar. Die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und in den 1960er Jahre werden in etwa zehn Jahren zunehmend in diese Altersgruppe "hineinwachsen". Landesweit erhöht sich die Zahl der 60jährigen und Älteren bis 2025 um 36 Prozent auf rund 3,4 Mill. Personen.

Die starken Geburtenjahrgänge der 1930er führen insbesondere gegen Ende des Vorausrechnungszeitraums zu einem gravierenden Anstieg der Hochbetagten. Landesweit wird sich die Zahl der 85jährigen und Älteren bis 2025 mehr als verdoppeln (von 196000 auf 421000).

Diese Entwicklungen - Abnahme der jungen und eine starke Zunahme der älteren Bevölkerung - werden zu einer höheren Belastung der erwerbsfähigen Bevölkerung im Sinne des Drei-Generationen-Verbundes führen. Allerdings verläuft auch diese Entwicklung in den Kreisen unterschiedlich und nicht kontinuierlich. Zunächst stellt sich das Verhältnis sogar günstiger dar, ab 2016 steigt jedoch in den meisten Kreisen die Zahl derer, die das Solidarsystem tragen soll. So werden 2025 im Landkreis Heilbronn voraussichtlich 104 Personen die noch nicht und nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind auf 100 Erwerbsfähige kommen. Im Breisgau-Hochschwarzwald wird dieses Verhältnis auf 105
und im Stadtkreis Baden-Baden sogar auf 113 ansteigen. Die anderen acht Stadtkreise sowie die Landkreise Tübingen und Konstanz stehen wesentlich günstiger dar, sie liegen zum Teil deutlich unter dem Landeswert von 97. (Quelle: Statistisches Landesamt BW, Februar 2007)

 

 

Senioren queren

Abb. © Wolfgang Peter


Die Präsidentin des Statistischen Landesamtes BW, Dr. Gislea Meister-Scheufelen: "Damit stehen gerade diejenigen Kreise und Kommunen, die derzeit noch eine relativ günstige Altersstruktur aufweisen, vor gravierenden Herausforderungen im Hinblick auf ihre Infrastrukturplanungen".

Man kann nur hoffen, dass auch die Baden-Badener Stadtlenker diese gravierenden Herausforderungen erkennen und entsprechend darauf reagieren.

 

 

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