Spenden für
die Kinder in Rio

Samba - dafür steht in Berlin Sonia de Oliveira. Seit die jetzt 35-jährige Brasilianerin vor knapp sieben Jahren in die Hauptstadt gekommen ist, hat der Tanz, der zur Karnevalszeit größe Teile der lateinamerikanischen Bevölkerung in Extase versetzt, auch in Berlin einen öffentlichen Stellenwert. Die Auftritte von Oliveiras 1. Berliner Sambaschule Amasonia sind mittlerweile einer der Höhepunkte auf dem alljährlichen Karneval der Kulturen durch Kreuzberg: Grellbunt, viel nackte Haut, ausgelassene Menschen - so stellen sich viele Brasilien vor.

Doch Oliveira kennt auch die Schattenseiten ihrer Heimat. "Viele Brasilianer, vor allem Kinder, müssen in bitterer Armut leben." Deshalb hat sie kurz nach ihrer Ankunft im wohlhabenden Europa ein weiteres Projekt gegründet. Die Tänzerin, die in ärmlichen Verhältnissen in einer Kleinstadt im Bundesstaat Minas Gerais, 600 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, groß geworden ist, hilft Kinderheimen. "In diesem Jahr ist es ein Haus am Stadtrand von Rio, das direkt neben einer großen Müllkippe liegt", sagt Oliveira.

150 Kinder von ein bis zehn Jahren leben in dem Heim mitten in einem Elendsviertel, einer Favela. "Ihnen fehlt eigentlich alles." Gebraucht werden Mittel gegen Karies - viele Kinder haben schlechte Zähne - Schulhefte, Bleistifte, aber auch Spielzeug und Bekleidung, zählt Oliveira auf. Noch vor Weihnachten will sie die Spenden nach Rio bringen. Geholfen werden kann auch mit Bargeld. "Dann können wir direkt vor Ort die nötigen Sachen einkaufen." Oliveira weiß, wie schwer es ist, Armut und Hoffnungslosigkeit zu überwinden. Sie musste vor Jahren ihr Studium abbrechen, weil sie das Geld dafür nicht mehr aufbringen konnte. "Kinder brauchen eine Perspektive", sagt sie.

5. Dezember 2003
Berliner Zeitung


Sonia de Oliveira


Kinderhilfsprojekt
"crianca sorrindo"
c/o Sonia de Oliveira
Köpenicker Straße 154
D 10997 Berlin-Kreuzberg
Funk: 0163/2398015
E-Mail


Webseite:
www.amsonia.de




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