Sonia de Oliveira

wurde in einer kleinen Stadt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais geboren. Der einst märchenhafte Reichtum dieser Region, mit ihren Gold- und Silberminen und unermesslichen Edelsteinvorkommen, ließ barocke Bilderbuchstädte entstehen, von denen eine davon inzwischen zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. In ihrer Heimatstadt zeugen heute jedoch nur noch steinerne Legenden von dieser glänzenden Epoche.

Die traditionell bewahrte handwerkliche Geschicklichkeit und der Fleiß der Bewohner haben Sonia entscheidend geprägt.

Schon früh übte sich die Tochter einer Familie aus ärmlichen Verhältnissen in kreativer Improvisation und filigraner Handarbeit. Sonia de Oliveira tanzte mit selbstgebastelten Puppen zu den Akkordeon-Klängen ihrer Mutter.

Im Alter von 12 Jahren verließ Sonia de Oliveira ihre Heimatstadt, um in Rio de Janeiro ein Gymnasium zu besuchen. Später wechselte sie zum Lyzeum für Moderne Kunst und belegte dort Tanz und Theater als Schwerpunktfächer.

Ihr Begabung für fremde Sprachen führte sie zur "Alliance Francaise", wo sie neben ihrem Sprachunterricht eine Theatergruppe leitete. Mit ihren zahlreichen einstudierten Bühnenstücken ist sie dort in guter Erinnerung geblieben.

Danach nahm sie das Studium der Medizin auf. Da es in Brasilien keine Studienförderung gibt und darüber hinaus noch hohe Studiengebühren zu entrichten sind, arbeitete Sonia de Oliveira neben ihrem Studium täglich noch 6 Stunden. Aufgrund dieser Doppelbelastung musste sie das Studium nach zwei Jahren wieder aufgeben. Die wichtigsten Erfahrungen dieser Zeit waren für sie die studienbegleitenden Projekte mit Amazonas-Indianern und mit Kindern in den Armenvierteln von Rio.

Sie widmete sich nunmehr ganz der künstlerischen Arbeit und studierte Dramaturgie und Modern Jazz.

Ihr Interesse an den romanischen Sprachen und den Kulturen Europas war für sie Anreiz zu einer 4-monatigen Rundreise durch Italien.

Zurück in Rio, nahm sie von 1986 bis 1988 an verschiedenen Umzügen der Sambaschulen Mangueira und Beija Flor teil.

Sonias Lust am "Wandel zwischen den Welten" spiegelte sich auch in ihrem schauspielerischen Debüt mit dem Fernsehfilm "Glückliche Reise" (PRO 7) wieder, wo sie die Fahnenträgerin einer Sambaschule spielte.

Erneut in Rio, befasste Sonia sich jetzt verstärkt in autodidaktischen Studien mit Mode-Design und kreierte mit großem Erfolg Modellkollektionen von Abendkleidern und Bademoden.

Mit dem Esprit Rio de Janeiros kam Sonia de Oliveira schließlich nach Berlin, wo sie 1996 die erste Sambaschule Berlins, namens AMASONIA, gründete.

Die Sambaschule AMASONIA mit ihren Tänzern und Musikern wurde schon bald über die Grenzen Berlins hinaus durch einzigartige Choreographie und phantastische Kostüme bekannt. Es erfolgten zahlreiche Auftritte im Fernsehen und auf den deutschen Bühnen.

Als Sonia de Oliveira 1997 in Berlin den "Karneval der Kulturen" mit ins Leben rief, folgten mehr als 400 Tänzerinnen und Tänzer ihrem Ruf zur "Danca na Rua" auf den Straßen Kreuzbergs. Der "Karneval der Kulturen" ist mittlerweile eines der wichtigsten Ereignisse Berlins. 2004 waren 1,8 Millionen Zuschauer in Kreuzberg.


Sonia de Oliveira

Sonia de Oliveira gilt als Multitalent und "Fada da Energia" - eine brasilianische Fee mit unerschöpflicher Energie.

Tanzend und singend beflügelt die begabte Schauspielerin die Bühnen Brasiliens und Berlins unter freiem Himmel.

Mit ihren sechs Sprachen scheint sie sich oft fast gleichzeitig in verschiedenen Kulturkreisen zu bewegen und Grenzen spielerisch aufzuheben.

Aber auch jenseits dieser Traumwelten ist sie zu Hause: So unterstützt sie Initiativen zum Schutz des Regenwaldes und der bedrohten Indianer Amazoniens.

Paulo Coelho, ein brasilianischer Autor, schreibt: "Die Kraft unserer Träume liegt offensichtlich darin, unsere Sicht der Dinge und damit am Ende auch die Welt zu verändern. Wenn die Zahl der Menschen, die einen bestimmten Traum haben, nur groß genug ist, dann wird er am Ende Realität werden."

Sonias Engagement für die Straßenkinder Rios, gilt als Einladung, ganz persönlich im globalen Kampf gegen das Elend aller Straßenkinder dieser Welt mitzuwirken.




Kinderhilfsprojekt
"crianca sorrindo"
c/o Sonia de Oliveira
Köpenicker Straße 154
D 10997 Berlin-Kreuzberg
Funk: 0163/2398015
E-Mail


Webseite:
www.amsonia.de


Die Berliner Zeitung über Sonias Engagement




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